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Uniformen
und Tracht
(Fotos mit den jeweiligen Unifomen oder der Tracht finden Sie in unserer
Fotogalerie.)
Die erste Uniform
Trotz ihrer hundertjährigen Geschichte besass und besitzt die MG
Tafers nur drei Anzüge. Die erste Uniform wurde 1907 beschafft,
wobei man vorsah, diese Uniform aus Mülhausen im Elsass zu beziehen,
wie im Protokoll vermerkt wurde. Doch wurde schliesslich die heute noch
bestehende Uniformenfabrik Helbling in Rapperswil beauftragt, nachdem
einheimische Schneidermeister sich ausser Stande erklärt hatten,
in so kurzer Zeit so viele Uniformen anfertigen zu können. In der
Folgezeit wurden die verschiedensten Schneider und Uniformfabriken mit
Anpassungen und Neuanfertigungen beauftragt.
Diese erste Uniform bestand aus einer einfachen schwarzen Hose
mit gelben Streifen auf der Seite und dazu ein schwarzer Kittel mit Stehkragen.
Dieser hatte zwei Reihen mit je fünf golden glänzenden Metallknöpfen,
am obersten Knopfpaar war quer darüber eine ebenfalls goldig gefärbte
Kordel befestigt, mit zwei Fransenknöpfen auf der linken Seite. Die
Epauletten waren schwarz und darauf aufgesteckt eine messingfarbene Lyra.
An den Manschetten der ärmeln waren eine Art Winkel angebracht. Zur
Uniform gehörte im weiteren eine schwarze Ledertasche, in welcher
die Noten verstaut werden konnten. Der Hut entsprach dem Modell des Offiziershutes,
wobei eine ebenfalls goldene Schnur ringsum führte und vorne eine
aus Messing gefertigte Lyra, als Zeichen der Musik, angebracht war. Auf
dem linken Oberarm wurde nach den ersten zehn Jahren Mitgliedschaft ein
Winkel, ähnlich dem Korporalswinkel, angebracht, nach je fünf
weiteren Jahren folgte je ein weiterer Winkel. Für weitere Auszeichnungen
waren dann Sterne vorgesehen.
Die Finanzierung der Uniform wurde durch Sammellisten bewerkstelligt und
alle Spender im Kassabuch aufgeführt. Der Pfarrer trug Fr. 1000.-
zur Gesamtsumme von Fr. 1489.25 bei, weitere Beträge waren in der
Grössenordnung von 50.-, 20.- und 10.- zu finden, der kleinste verzeichnete
Betrag betrug 1 Franken. Jeder Musikant hatte ein Depot von zwanzig Franken
für die Uniform zu hinterlegen, die wohl auch zur Finanzierung verwendet
wurden. Die Kosten für eine ganze Uniform betrugen Fr. 70.-; 1948
kostete dasselbe Stück Fr. 438.-.
Auch die beste Uniform hält nicht ewig. Somit
mussten 1964 ca. 25 Stück neu angefertigt werden, was bei
Schneider Severin Jenny in Auftrag gegeben wurde. Etwa gleichzeitig wurden
folgende änderungen vorgenommen: Entfernung des Stehkragens und der
doppelten Knopfreihe sowie der querverlaufenden Kordel. Es wird ein Revers
angebracht mit goldumrandeten Spitzen sowie der Lyra darauf. Als Verschluss
dienen vier Knöpfe in der Mitte.
Es steht geschrieben:
"Er ferner keinen Antrag mehr hören auf Abschaffung des Winterkonzertes.
Wie könnten wir an Festen, Umzügen, lokalen und auswärtigen
Kundgebungen teilnehmen, wenn man sich nicht darauf vorbereitet und
vorher ein Jahreskonzert gegeben hätte?"
GV 1. März 1955
Die Senslertracht
Kaum war dieses Geschäft unter Dach und Fach wurde an die Anschaffung
einer historischen Uniform, der Senslertracht, gedacht. Bereits im Juli
1954 war diese Frage an der Vorstandssitzung aufgetaucht und dem damaligen
Vizepräsidenten Daniel Piller zur Prüfung übergeben. Im
Herbst 1958 wurde an der GV beschlossen, im kommenden Jahr einen Uniformenbazar
durchzuführen, zu welchem auch Schinveld eingeladen wurde, um eventuell
die Senslertracht anschaffen zu können. Die darauffolgende GV sprach
schon vom sofortigen Beschaffen dieses Anzuges. Nach erfolgreichem Abschluss
des Festes wurde der Schneidermeister mit der Kostenberechnung beauftragt,
und im Frühling 1966 war man in der Lage von der Uniformenfabrik
Dick in Bern konkrete Offerten zu erlangen. Im Herbst wurde das OK zusammengestellt
und schliesslich konnte am 15./16. Juni 1967 die Tracht feierlich
eingeweiht werden. Das grösste Problem an der Sache war die Kopfbedeckung:
der Hut erfuhr diverse änderungen und das Beret kam erst nachträglich
dazu. Der Preis betrug damals Fr. 486.50. Grosse Verdienste erwarben sich
dabei Dr. Charles Merkle und der damalige Präsident Viktor
Schwaller.
Die Senslertracht wird wie folgt beschrieben:
"Schwarz-blau längsgeteilter Wams aus Wollstoff mit einem weissen
Kreuz auf der linken Brust; blau-schwarz längsgeteilte Hose aus
Wollstoff; blau-schwarze Strümpfe; schwarz-weiss bzw. blau-schwarz
längsgestreifte Puffärmel und Kniewülste; schwarzes,
eingekerbtes Barett mit violetter Feder; weisse eingeschnittene Ochsenmaulschuhe
und weisser Gurt."
Eine neue Uniform
1977 war es dann wieder soweit, die Uniformhosen sollten ersetzt
werden, doch konnte dieses Vorhaben nicht durchgeführt werden, da
der notwendige Stoff nicht mehr zu beschaffen war. Daher beschloss man
kurzerhand, eine neue Uniform zu beschaffen, wobei sie sich stark an die
Vorgängerin anlehnte. Bei der Wahl wurde vorerst die Neuanschaffung,
dann die dunkelblaue Farbe und der Stoff und schliesslich noch die Breite
der gelben Streifen beschlossen. Nur die Form der Mütze gleicht nicht
mehr der früheren. Die Einweihung wurde zusammen mit den Freunden
aus Holland vom 30. Juni bis zum 3.
Juli 1978 gefeiert.
(Fotos mit den jeweiligen Unifomen oder der Tracht finden Sie in unserer
Fotogalerie.)
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