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Musikgesellschaft Tafers

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Die erste Fahne (1903)

Da Fahnen und Banner auch immer ein Zeichen der Zusammengehörigkeit sind, verwundert es nicht, dass bereits kurz nach der Vereinsgründung darum gerungen wurde, eine solche anzuschaffen. So behalf man sich in den Anfängen mit der Schweizer- und der Gemeindefahne oder lieh sich jene des Cäcilienvereins.
Endlich 1903 erhielt der Jünglingsverein eine Fahne, die zugleich auch der Musik diente. Als Fahnenpaten amteten Frl. Ernestine von Surbeck und Staatsrat Louis de Weck. Der Kaufpreis von Fr. 500.- wurde durch folgende Spenden gedeckt: Louis de Weck 100.-, Ernestine von Surbeck 100.-, Marie von Surbeck 100.-, Pfarreirat 150.-, Gemeinderat 100.-, MG Düdingen 50.-. Dieses erste Banner erlebte ausser diesen freudigen Tagen auch den Sturm von 1913. Leider finden sich keine Angaben über Entwurf und Herstellung der Fahne.


Die zweite Fahne (1921)

Als Autoren des zweiten Banners sind Prof. Cattani und die Providence-Schwestern zu nennen. Als Patenpaar konnten Frau Theres Horner-Bertschy und Herr Johann-Josef Sturny aus Galtern gewonnen werden. Diesmal waren Sammellisten im Umlauf, um zum notwendigen Betrag von Fr. 1600.- zu kommen, damit am 10. Juli die feierliche Einweihung vorgenommen werden konnte.

 

Oscar Cattani, Stans 1887 - Luzern 1960

Der in Stans geborene Kunstmaler absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und bildete sich weiter am Technikum Winterthur sowie an der Akademie der schönen Künste in München. Durch Georges Python wurde er 1915 ans Technikum in Freiburg berufen, wo er erfolgreich lehrte und in der Region wichtige Arbeiten ausführte, wie z.B. Glasfenster der Kirche Ueberstorf oder das Fresko auf dem Grabmal des Domherrn Schwaller in St. Antoni.

Offenbar war man mit dem Werk des Meisters sehr zufrieden, denn bei der dritten Fahnenweihe 1949 griff man erneut auf Cattani zurück. In der Personen von Frau Agnes Baeriswyl-Waeber und Herrn Dr. Walter Flury fanden sich geeignete Paten. Die Kosten von Fr. 1350.- der Firma Frevel (SG) wurden - wie so oft - durch Sammeln gedeckt.


Die Fahne zur Tracht (1967)

In einer Blitzaktion wurde die zur Tracht passende Fahne besorgt. Im Mai 1967 kam der Verdacht auf, dass die bisherige Fahne schlecht zur Senslertracht passen könnte und man fragte beim Künstler Yoki an, der schliesslich den Verdacht bestätigte. Also wurde er sofort beauftragt, Entwürfe zu machen; einer davon wurde alsbald genehmigt und am 13. Juni bestellte man bei der Firma Heimgartner das neue Banner mit dem Liefertermin 13. Juli, denn zwei Tage später sollten die Tracht und das Banner eingeweiht werden! Frau Edith Ackermann und Herr Josef Waeber übernahmen die Aufgabe des Patenpaares.

 

Es steht geschrieben:
"Die heutige Vereinsfahne kann unmöglich mehr verwendet werden, da sie sehr verschlissen ist und demnächst auseinanderzufallen droht."
Vorstand 15. Jan 1977


Die heutige Fahne (1978)

Da seit 1967 ein zweites Banner vorhanden war, kam es dazu, dass dieses bisweilen auch dann gebraucht wurde, wenn der Verein in Uniform auftrat. In den 70er Jahren war der Zustand des über 20 jährigen Stoffes bedenklich und so ergab es sich, dass mit der neuen Uniform auch eine neue Fahne angeschafft wurde. Dies fiel um so leichter, da sich Louis Rossier bereit erklärte, die Patenschaft zu übernehmen. Als Patin konnte die Frau des damaligen Präsidenten Berthe Schwaller gewonnen werden. Für den Entwurf und die Herstellung zeichnete die Firma Heimgartner in St. Gallen verantwortlich. Da sich die Beschaffung der Uniform verzögerte, wurde das Fest unter Teilnahme der Kapelle St. Lambertus aus Schinveld zwischen dem 30. Juni und dem 3. Juli 1978 gefeiert.

 

Yoki (Emile) Aebischer (* Romont 1922)

Er war Zeichner, Graphiker und Dekorateur, der sich autodidaktisch weiterbildete in Sachen Kunst. Schon bald schaffte er sich einen Ruf in religiöser Kunst, vor allem für Kultgegenstände, Mosaiken, und Glasbilder. In den 50er und 60er Jahren erhielt er auch namhafte Aufträge im Ausland (Kaiserslautern, Paris, Liverpool). Auch im Kanton finden sich zahlreiche seiner Werke in Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Verschiedene Ausstellungen fanden im Kanton, der Schweiz und im Ausland statt.

 
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